2.Hoffest in Booßen 2002:
Zitiert aus Märkischer Markt vom 2.10.2002
Fisch ging weg wie warme Semmeln
Frankfurt (Oder). Fischer Helmut Tusche war regelrecht platt: Hunderte Gäste drängten sich
im Garten seines Fischladens in Booßen, um bei strahlendem Sonnenschein das 2.Hoffest zu
feiern. Und das trotz der starken Konkurrenz etwa durch das Altstadtfest in Altberesinchen.
"Der Besucheransturm hat mich völlig überrascht", sagte der Geschäftsführer der Fischzucht
Tusche GmbH, "Das sind wohl drei Mal soviel Menschen wie im vergangenen Jahr. Dabei sollte
unser Fest doch einen ganz individuellen Charakter haben."
Seine Mitarbeiter und die vielen Helfer aus der Booßener Nachbarschaft hatten denn auch alle
Hände voll zu tun. Ein Kessel ungarische Fischsuppe nach dem anderen wurde gekocht, pausenlos
Fischbrötchen belegt und frische Forellen auf den Holzkohle-Grill gelegt. Wer Hunger hatte,
musste schon eine Weile anstehen. Doch das nahmen Tusches Gäste gern in Kauf. Denn was da auf
die Teller kam, war ein echter Gaumenschmaus. "Schmeckt super gut",
schwärmte etwa Philipp Franke, der an einer Grillforelle knabberte. Der 13-jährige Markendorfer
war mit seinen Eltern nach Booßen gekommen, die Stammkunden in Tusches Fischladen sind.
Mit dem Hoffest, das eine feste Tradition werden soll, feiert die Fischzucht Tusche GmbH den
Beginn der Abfisch-Saison. Fünf Mitarbeiter hat die Firma, die Gewässer in Lietzen (MOL) und in der
Lausitz betreibt. Zum Angebot gehört vor allem Süßwasserfisch -frisch geschlachtet oder durch
Räuchern hoch veredelt, verkauft wird in erster Linie direkt in Booßen. "Das Fest soll ein
Dankeschön sein an unsere Kunden und gleichzeitig eine Werbemaßnahme für Fisch", erklärte
Helmut Tusche. Fisch als Nahrungsmittel habe eine "sehr hohe Zuwachsrate, weil er gesund ist,
fast völlig frei von Fett und sich vielfältig zubereiten lässt".
Aber nicht nur das leibliche Wohl stand im Mittelpunkt des 2.Hoffestes. Ein geübtes Auge war
beim Fisch-Schätzen gefragt. Wem es gelang, das Gewicht von Karpfen Theo zu bestimmen, dem
winkten tolle Preise. Unter den wachsamen Augen der Besucher wurde ermittelt: Genau 5845 Gramm
brachte Theo auf die Waage.
Als beste Schätzer erwiesen sich zwei Booßener. Kerstin Ewert und Matthias Conrad hatten
jeweils 5850 Gramm notiert und freuten sich über Gutscheine für eine Räucherfischplatte bzw.
für ein Essen im "Anglerheim" Lebus. Der dritte Platz ging ins niedersächsische Zelle.
Karpfen Theo zieht noch seine Runden -Besucher wie Klaus Neumann hatten ihren Spaß, Theos
Gewicht zu schätzen.
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